Inklusion

Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 werden in einem Kooperationsmodell verschiedener Schulen behinderte und nicht-behinderte Jugendliche gemeinsam unterrichtet. In diesem Schulversuch kooperieren berufliche Schulen und Schulen für Behinderte.

Beteiligt sind folgende Schulen:

  • Maria-Montessori-Schule (Schule für Geistigbehinderte), Weinheim
  • Martinsschule (Schule für Körperbehinderte)
  • Hans-Freudenberg-Schule (technisch-gewerbliche berufliche Schule), Weinheim
  • Helen-Keller-Schule (hauswirtschaftlich-sozialpflegerische berufliche Schule), Weinheim

Ziel

Ziel dieses Kooperationsmodells ist es, den behinderten Jugendlichen eine Perspektive auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen sowie ihre Persönlichkeit und ihre Eigenständigkeit zu fördern.

Schularten

BVE ist die Abkürzung für Berufsvorbereitende Einrichtung. Es handelt sich um eine Schulart, in der behinderte Jugendliche auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereitet und für ein eigenverantwortliches Leben in der Gesellschaft gestärkt werden. Sie dauert 2 Jahre.

Aufbauend auf die BVE erfolgt die Klasse KoBV (Kooperative Bildung und Vorbereitung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt). In der KoBV werden die Schülerinnen und Schüler im allgemeinbildenden Bereich an der beruflichen Schule unterrichtet und bei der Durchführung eines Betriebspraktikums unterstützt. Die KoBV dauert bis zu 18 Monate.

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Unterrichtsorganisation

Im berufspraktischen Unterricht der BVE werden die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit nicht-behinderten Jugendlichen von einem Lehrerteam unterrichtet – einer Sonderpädagogin der Maria-Montessori-Schule und einer beruflichen Lehrkraft der Hans-Freudenberg-Schule oder der Helen-Keller-Schule. Die allgemeinbildenden Fächer werden durch die jeweiligen Lehrkräfte der Maria-Montessori-Schule unterrichtet.

Für den Unterricht der KoBV sind die beruflichen Schulen zuständig. Neben allgemeinbildendem Unterricht bereiten wir die Jugendlichen auf die verschiedenen berufsfeldbezogenen Tätigkeiten vor. Die Schülerinnen und Schüler erhalten an zwei Tagen Unterricht an der beruflichen Schule und absolvieren an drei Tagen in der Woche ein Betriebspraktikum, bei dem sie von uns individuell begleitet werden.

Lernchance

Der gemeinsame Unterricht ist nicht nur für die behinderten, sondern auch für die nicht-behinderten Jugendlichen eine Lernchance. Es hat sich Folgendes gezeigt: Die behinderten Jugendlichen lernen fachliche Inhalte, gleichen ihr eigenes Verhalten an das Verhalten der nicht-behinderten Jugendlichen an und fühlen sich integriert. Die nicht-behinderten Jugendlichen gewinnen durch die Arbeit mit den Behinderten Verantwortungsbewusstsein. Die behinderten Jugendlichen sind besonders offen und freundlich, eine Eigenschaft, die sich positiv auf die Unterrichtsatmosphäre auswirkt.

Für die beteiligten Lehrkräfte entsteht zwar eine zusätzliche Arbeitsbelastung, aber auch für uns ist es ein Gewinn. Das Gefühl, den behinderten Jugendlichen zu helfen und somit eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen, ist unsere Belohnung für die Mehrarbeit.

Noch Fragen?

Wir beraten Sie gerne:

  • Sekretariat: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel.: 06201/2560-100
  • Abteilungsleitung BVE/KoBV, Herr Römer: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Tel.: 06201/2560-113
  • Infoabend an der HFS

Kontakt

  • Hans-Freudenberg-Schule
  • Gewerbliche Schule Weinheim
  • Tel: 06201/2560 100
  • e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!